Freitag fing alles so harmlos an. Tagsüber schneite es in Hagen beständig, aber scheinbar nicht besonders stark. Durch eine Weihnachtsfeier konnte man für längere Zeit nicht nach draußen schauen und war plötzlich eingeschneit. Die Busse fuhren nur bedingt, schon gar nich auf die Höhen und aus Duisburg kam nur Unverständnis für das Chaos wegen “dem bisschen Schnee”
Samstag abend sind wir dann nach Duisburg rüber gefahren und man musste feststellen, dass dort wirklich kaum Schnee lag. Dafür war es bitter(!)kalt, das Autothermometer zeigte zeitweise -12 Grad an. Wir konnten nach dem Weihnachtsmarktbesuch in Moers die Finger nicht mehr bewegen, so kalt war es.
Gestern schneite es dann permanent durch und als wir uns am späten Nachmittag auf den Weg nach Mülheim machten, waren wir auch in Duisburg eingeschneit.

Unser Zug kam noch pünktlich, stand aber zwischen Mülheim Styrum und Hauptbahnhof sicher 10min auf freier Strecke.
In Mülheim Broich waren wir dann auf dem Mittelalter(weihnachts-)markt und sind von da zu Fuß durch die verschlafene (der Weihnachtsmarkt dort hatte schon zu) und verschneite Innenstadt Richtig Bahnhof zurück gelaufen.

Mit der Bahn ging es zurück nach Duisburg (wieder mit dem Stopp auf freier Strecke) und dann gab es in Duisburg die nächste Überraschung. Die Verbindungen nach Rheinhausen rüber hatten alle Verspätung, man wusste nicht, wann der nächste Zug kam. Am ersten Bahnsteig wo wir standen, sollte der Zug plötzlich 50min später kommen. Also weiter zum nächsten Zug, der hatte zwar auch Verspätung, kam aber kurze Zeit nachdem wir ankamen.
Wir hatten echt noch Glück, schaut mal auf Abfahrtzeit und reale Uhrzeit bei diesem Zug:

In den Nachrichten kamen dann Meldungen aus verschiedenen europäischen Städten, die im Schneechaos versanken. Der Düsseldorfer Flughafen war gesperrt, in Frankfurt hoben die Flieger mit Verspätung ab und im Osten gab es einige Kältetote und von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer.
So modern die Welt heute ist, die Natur hat uns immer noch fest im Griff.
In diesem Sinne frohe Weihnachten – vielleicht klappt es ja mal mit weiße Weihnachten