Hagen hat seit dem Wochenende endlich … wieder … eins, besser gesagt zwei:
Am Freitag wurde höchst offiziell und feierlich das neue Kunstquartier Hagen mit den 2 Museen Osthaus und Emil Schumacher eröffnet.
Das Osthaus Museum – gegründet von Karl Ernst Osthaus 1902 noch unter dem Namen Volkwang (das wir dann leider nach Essen verloren) – wurde aufwändig restauriert und beinhaltet vornehmlich Kunst des Expressionismus (u.a Franz Mark, Emil Nolde, Gabriele Münter), das Emil Schumacher Museum ist ausschließlich seinem Namensgeber gewidmet.
Am Freitag fand also schon ab mittags das große Fest mit vielen Veranstaltungen statt, viele Schulen hatten sich daran beteiligt und Kreatives zum Thema Emil Schumacher und seiner Lieblingsfarbe blau auf die Beine gestellt. Abends spielte zudem die Hagener Band “Extrabreit” auf dem Museumsvorplatz. Da rockte das Quartier – aber es war auch brechend voll ![]()
Da die Museen – deren Eintritt am Wochenende nichts kostete – am Freitag Abend bei unserer Ankunft schon geschlossen waren, sind wir am Sonntag nach dem Mittagessen noch mal hin. Wir hatten Glück, es war keine Schlange am Eingang (was sich wenig später ins absolute Gegenteil kehren sollte, allein am ersten Wochenende besuchten ca. 20.000 Menschen das Quartier) und so konnten wir uns in Ruhe beide Museen ansehen. Schumacher mag ein Kind dieser Stadt sein, künstlerisch wertvoll wie man so schön sagt – aber mein Stil ist es nicht
Ich muss was erkennen können auf den Bildern und “nicht nur” Konturen eines Pferdes
Da lob ich mir doch die Expressionisten um Franz Marc (wo man das Pferd übrigens als solches erkennen kann) und die anderen Maler des “Blauen Reiters” bzw. “Der Brücke” drüben im Osthaus Museum. Ein Pferd von Franz Marc findet sich dort übrigens nicht ![]()
Desweiteren gibt es im Keller noch das “Junge Museum” mit Ausstellungen sehr junger Künstler sowie eine große (Wechsel-)Ausstellung von Christian Rohlfs, der auf Einladung Osthaus’ nach Hagen zog und auch hier verstarb.
Schlussendlich hat Hagen nun endlich ein kleines feines Museumsquartier dass seinen Lokalmatadoren alle Ehre macht. Es sind keine großen Museen, aber sie können sich sehen lassen. Insgesamt wertet der ganze Komplex die Stadt weiter auf, nicht nur kulturell sondern auch architektonisch.
Ich bin gespannt, was uns im Museum noch erwartet und würde mich freuen, wenn es den ein oder anderen von Euch auch mal nach Hagen und ins Museum verschlägt und er hier davon erzählt.