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Musical Mozart! in Tecklenburg

Wenn ich nicht gerade blogge oder male gehe ich sehr gerne ins Theater.  Ich war mal “richtig drin” in der Szene, war immer auf dem neusten Stand und war übertrieben oft im Theater. Meine Besuche haben sich in den letzten Jahren drastisch minimiert, aber bestimmte Veranstaltungen besuche ich regelmäßig einmal im Jahr. Dazu gehören unter anderem die Freilichtspiele in Tecklenburg, nördlich von Münster. Als ich vor ein paar Jahren das erste mal von den Freilichtspielen gehört habe, hatte ich gedacht, ok, wird ein Provinztheater sein und die Produktion entsprechend einfach. Tja, ich wurde eines Besseren belehrt, Tecklenburg zieht jedes Jahr einige bekannten Größen aus der Musicalszene an, der Produktionsaufwand ist riesig, das halbe Dorf steht als Statisten oder Chor auf der Bühne und die Produktionen lassen sich durchaus mit den großen, kommerziellen Theatern messen – wobei die Preise mit maximal 34,-€ in der PK1 sehr human sind.

Dieses Jahr gab es – wie schon in den letzten Jahren – wieder eine Freiluftpremiere: Das Musical Mozart! von Levay & Kunze zum ersten Mal freiluft auf der Bühne in der Burgruine.

Das Musical Mozart! behandelt die Geschichte von Wolfgang Amadeus Mozart vom kleinen Wunderkind bis zum Tod des erwachsenen Mozart. Als besonderen Kunstgriff haben sich Levay & Kunze für eine “Aufsplittung”  von Mozart in Wolfgang und Amadeus entschieden. Amadeus ist dabei der kleine Junge in rotem Samtmantel und mit Puderlocken, der permanent Noten kritzelt und Wolfgangs Erwachsenwerden kritisch beäugt. Wolfgang ist der coole  Erwachsene, in Tecklenburg in Jeans und weißem Hemd, später mal mit Ledermantel, aber stets rebellisch und eben anders als das Wunderkind. Wolfgang trinkt, spielt, liebt, ist aufmüpfig und macht alles, was ein “normaler” junger Erwachsener der heutigen Zeit auch tut.  Wolfgang versucht stets aus dem Wunderkinddasein auszubrechen, denn besonders sein Vater sähe ihn am Liebsten immer als Genie – untergeben aber einzigartig.

Songs wie “Wie wird man seinen Schatten los” (Wolfgang über seinen “Schatten” Amadeus), “Schließ Dein Herz in Eisen ein” (als Tipp vom Vater an Wolfgang), “Gold von den Sternen” (Die Baronin (Mäzenin von Mozart) erzählt das Märchen vom fürsorglichen Vater, der den Sohn mit seiner Fürsorge aber fast erstickt) über “Dich kennen heißt Dich lieben” (Wolfgang ist verliebt in Constanze) bis zu “Wie kann es möglich sein” (Der Fürsterzbischof fragt sich, was Wichtiger ist im Leben, Wissen oder Genie) begleiten einen durch das Stück. Bei Amazon könnt ihr in die Wiener Version reinhören.

Hier noch ein paar Bilder aus Tecklenburg. Die Fotos von der Show sind legal gemacht, fotografieren war erlaubt!!!!

Das Programm 2008:

Die Jugendherberge ist echt super!! Blick über Tecklenburg vom Burgberg aus. Die Bühne in der Burg

Die Bühne und der Zuschauerraum aus der letzten Reihe. Wir saßen allerdings in der zweiten :)

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1 Kommentar

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