Es ist 06:03 Uhr am Montag Morgen und ich bin seit sage und schreibe 2 Stunden auf den Beinen …
Was man nicht alles tut für seinen Freund… (möchte noch mal betonen, ich bin freiwillig so früh aufgestanden!!)
Tja, Tag 1 nach dem EM Aus (warum eigentlich? waren wir so schlecht? Also ich fand, ja
Fand’s echt langweilig – aus deutscher Sicht – gestern … Aber wie titelt heute die Zeitung mit den vier großen Buchstaben “Wir lieben Euch trotzdem” … Tja, schon wieder kein Sommermärchen…Dank des Fußballs kamen wir gestern erst gegen 23 Uhr ins Bett und das, obwohl der Wecker heute um 3.45 Uhr das erste Mal klingeln sollte … (Ein-)schlafen konnten wir nicht (wirklich), und trotzdem fiel es – zumindest mir – nicht besonders schwer, aufzustehen..
Den Tag 1 nach der EM bedeutet auch für Willi Tag 1. Tag 1 einer Zeit neuer Aufgaben, für ihn und für mich, den ich darf mich ein bisschen ums Blog kümmern
Nun nutze ich die Zeit bis ich ins Büro fahre (ich werde es ausnutzen und mich heute möglichst früh einloggen, dann kann ich früh heim und hab gleichzeitig noch ein paar Minuten / Stunden gut gemacht..) um ein zweites Frühstück einzunehmen und ein bisschen zu bloggen.
Wie gesagt, 3.45 Uhr klingelte der Wecker, gegen 4 Uhr sind wir dann endgültig aufgestanden. In Arbeitsteilung wurde das Frühstück gemacht während parallel immer eine(r) im Bad war. (Ich bin echt mal gespannt, wie ihm der Instantkaffee schmeckt, befürchte ja, dass sich Zucker + Körner nicht richtig aufgelöst haben …)
Punkt 5 Uhr: auf geht’s. Keine Sau unterwegs so früh. Außer dem Zeitungsboten und ein paar verirrten Autofahrern auf Höhe des Industriegebiets. 5.05 Uhr bei Willi weggefahren, mussten noch was wegbringen und die Jacke tauschen. Zum Bahnhof, Parkplatz in der Ladezone bekommen
Zum Gleis, Zug hatte ausnahmsweise keine Verspätung, stand sogar schon da, kurz verabschiedet und dann stand ich da um 5.20 Uhr und wusste zunächst nicht, wie ich die Zeit rumkriegen soll, bis ich ins Büro muss.
Habe mich dann dazu entschlossen, mir bei McD ein Frühstück zu besorgen oder zumindest beim Bäcker Brötchen zu besorgen.
Aber zunächst musste ich an ein paar übrig gebliebenen Fußballfans vorbei, die sich auf unsrem Hinweg zum Gleis eigentlich schon für einen Zug nach Iserlohn entschieden hatten. Besoffene Fans am Morgen haben echt was Erquickendes *schauder*
Egal, habe mich dann auf meinen Frühstücksplan konzentriert. Die erste Entäuschung kam beim Bahnhofsbäcker, Jalousien runter, man sah nur durchs Fenster die Belegschaft frühstücken + rauchen. Toll. Gut, dann halt McD, der wird jawohl um fünf schon auf haben. PUSTEKUCHEN! Nix, alles dicht
Echt toll. Hagen, die Großstadt…
Hab gedacht, ok, bei Willi in der Straße gibt es 2 Bäcker, einer wird wohl aufhaben. Durfte mich auf der Bundesstraße dann noch von einem wildgewordenen Idioten jagen lassen um dann festzustellen, dass beide Bäcker zu hatten. MANNO
Irgendwie hatte ich ein Déjà Vû.. Wie war das letzten Sommer, als ich um vier Uhr morgens aus Bad Hersfeld zurück kam? – da war es genauso…
Es blieb dann nur die Tankstelle, aber auf die Tankstelle meines Vertrauens ist eben Verlass. Kaufte leckere Croissants und Brötchen (je eins für Muttern, aber psst, das weiß sie noch nicht
) und freute mich auf einen guten Kaffee und die Tageszeitung. Zu Hause dann die nächste Ernüchterung: KEINE Zeitung da. Um halb sechs in der Früh!!! Ich weiß auch nicht, irgendwie mag mich dieser Tag nicht ..
Aus Trotz hab ich dann das Laptop angeschlossen (um erst mal festzustellen OHNE Akku UND Stromanschluss funktioniert selbst ein Laptop nicht *gg* Guten Morgen, Steffi), mir einen Kaffee gemacht und diese beiden Fotos geschossen:
Seit ich meinen zweiten Kaffee aufhabe, das Croissant vernascht und vom Laptop an den PC gewechselt bin (die WLan Verbindung klappte in der Küche nicht so toll), geht es mir richtig gut und ich bin wieder fähig, vernünftig zu denken. Überlege schon die ganze Zeit, ob ich noch was erledige oder ob ich schon ins Büro fahren soll
Naja, ein paar Sachen hab ich hier noch zu erledigen, eine Überweisung tätigen, das Bett machen, vielleicht spülen … es wird sich schon was finden. Man muss es mit den Arbeitszeiten ja nicht übertreiben.
Es ist jetzt 06.25 Uhr, Willi ist jetzt irgendwo zwischen Bochum und Duisburg (hoffe ich) und in 20 Minuten klingelt mein Wecker regulär.
Müde bin ich nicht, aber ich wüsste mit diesem Tag was besseres anzufangen als gleich wieder irgendwelche Sendungen auf dem Lager zu labeln, zu messen, zu erfassen, Preise abzugeben, Reklamationen entgegen zu nehmen, nur weil die Kilometer nach Russland nicht weniger und die Laufzeiten nicht kürzer geworden sind … aber erst mal kommt direkt zu Anfang der Schock oder das Erfolgserlebnis, wie viel auf den Freitags-LKW nach Litauen + Estland nicht gepasst habe, weil ich unfähig war, richtig zu disponieren
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen da draußen einen guten Start in den Tag und die neue Woche, Willi, Dir am anderen Ende vom Pott einen guten ersten Tag.
Wir lesen uns bestimmt – hoffentlich – bald wieder, gell
P.S.: Willi ist inzwischen in Duisburg angekommen und die Zeitung ist auch endlich da (Titel: 0:1 – Das war zu wenig … – aber immerhin gibts für die Fans ein Poooooster)


Na solche ‘Kinder’ lob ich mir, die so früh unterwegs sind und ihrer Mutter Brötchen mitbringen
… so oft wird es wohl nicht vorkommen, dass ich zu dieser nachttrunkenen Zeit unterwegs bin
Bin momentan ziemlich kaputt, aber auch, weil ich in der wenigen Zeit, die überhaupt zum Schlafen blieb, kaum geschlafen habe.
Naja, ich werde gleich Willi abholen und bein gespannt, was er zu berichen hat – hoffe, das frühe Aufstehen hat sich gelohnt …
Hoffe, die Brötchen haben wenigstens geschmeckt!